Woher meine Informationen stammen
Bei Gesundheitsthemen sollten Sie wissen dürfen, worauf ein Text beruht und wer ihn geschrieben hat. Deshalb liegt hier beides offen.
Wer die Artikel schreibt
Alle Artikel in diesem Ratgeber stammen von mir, Ana-Maria Dorka. Ich bin klinische Psychologin und approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin mit über zehn Jahren klinischer und ambulanter Erfahrung, mit Schwerpunkt auf ADHS, Neurodiversität und Entwicklung. Ich bin Mitglied der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg.
Approbation heißt: eine staatlich geregelte Ausbildung mit abschließender Prüfung, eine geschützte Berufsbezeichnung und eine Kammer, der gegenüber ich rechenschaftspflichtig bin. Klinische Erfahrung heißt: Ich habe über Jahre mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien gearbeitet, nicht nur über sie gelesen.
Wie ich arbeite
- Grundlage sind die S3-Leitlinie und die zugrunde liegende Fachliteratur. Jede inhaltliche Aussage lässt sich auf eine dieser beiden Ebenen zurückführen.
- Zitate sind nachprüfbar. Wo ich die Leitlinie zitiere, nenne ich die Empfehlungsnummer und meist den Original-Wortlaut, damit Sie selbst nachlesen können, statt mir glauben zu müssen.
- Unsicherheit wird als Unsicherheit benannt. Wo die Studienlage dünn oder widersprüchlich ist, schreibe ich das hin, statt eine klare Antwort zu erfinden.
- Praxiserfahrung ist als solche gekennzeichnet. Was ich aus der eigenen Arbeit mit Familien schildere, gebe ich nicht als Studienergebnis aus.
Stand der Leitlinie
Auf welcher Fassung die Artikel beruhen
Die Artikel in diesem Ratgeber beziehen sich auf die S3-Leitlinie ADHS in der Version 2.0 (AWMF-Registernummer 028-045).
Eine Überarbeitung der Leitlinie ist derzeit im Gang: Die Konsultationsfassung wurde am 22. Mai 2026 veröffentlicht, das Konsultationsverfahren lief bis zum 23. Juni 2026. Sobald die überarbeitete Fassung final vorliegt, gehe ich die Artikel darauf durch und aktualisiere diese Seite.
Im Zweifel gilt immer die Fassung im AWMF-Register, nicht meine Zusammenfassung davon.
Leitlinie
Die Leitlinie ist der offizielle Qualitätsstandard für Diagnostik und Behandlung von ADHS in Deutschland, erarbeitet von den medizinischen Fachgesellschaften. Sie ist frei zugänglich, jede und jeder kann selbst nachlesen.
- AWMF S3-Leitlinie „Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter“ (Register-Nr. 028-045)
Im AWMF-Register steht immer die aktuell gültige Fassung, dazu Kurzfassung und Leitlinienreport. Wenn Sie eine Empfehlungsnummer aus einem meiner Artikel nachschlagen möchten, finden Sie sie hier im Original.
- Betroffenenversion der S3-Leitlinie
Über dieselbe Registerseite erreichbar: eine Fassung in verständlicher Sprache, geschrieben für Eltern und Betroffene statt für Fachleute. Für viele Familien der bessere Einstieg als die Langfassung.
Fachliteratur zur medikamentösen Behandlung
Diese drei Arbeiten stützen vor allem den Artikel zu Medikamenten bei ADHS. Sie sind nicht die Belegbasis für alle Artikel, sondern für diesen einen Themenbereich.
- Cortese, S. et al. (2018): Comparative efficacy and tolerability of medications for attention-deficit hyperactivity disorder in children, adolescents, and adults. The Lancet Psychiatry, 5(9), 727–738.
Eine Netzwerk-Metaanalyse, also die Zusammenschau sehr vieler Einzelstudien. Sie vergleicht Wirksamkeit und Verträglichkeit der verfügbaren Wirkstoffe.
- Banaschewski, T., Becker, K., Döpfner, M., Holtmann, M., Rösler, M., Romanos, M. (2017): Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder. A Current Overview. Deutsches Ärzteblatt International, 114(9), 149–159.
Deutschsprachige Übersichtsarbeit im Deutschen Ärzteblatt, verfasst von Autoren, die auch an der Leitlinie mitgearbeitet haben.
- MTA Cooperative Group (1999): A 14-month randomized clinical trial of treatment strategies for attention-deficit/hyperactivity disorder. Archives of General Psychiatry, 56(12), 1073–1086.
Die bekannteste Langzeitstudie zur ADHS-Behandlung. Sie ist alt, wird aber bis heute in fast jeder Übersichtsarbeit herangezogen und steht deshalb hier.
Anlaufstellen und Selbsthilfe
Eine ausführliche, kommentierte Übersicht finden Sie im Ratgeber-Artikel zu Anlaufstellen für Familien.
- ADHS Deutschland e. V.
Der älteste und größte ADHS-Selbsthilfeverband in Deutschland, mit über 200 Selbsthilfegruppen bundesweit und einer Gruppensuche nach Postleitzahl.
Was dieser Ratgeber nicht ist
Die Artikel informieren allgemein. Sie ersetzen keine Diagnostik, keine Behandlung und keine Rechts- oder Abrechnungsberatung. Ob etwas auf Ihr Kind zutrifft, lässt sich nur im persönlichen Gespräch klären, nicht beim Lesen.
Der ADHS-Kompass ist ein Beratungs- und Kursangebot, bewusst keine Heilkunde. ADHS-Diagnostik und Psychotherapie finden in der Psychotherapeutischen Praxis Dorka in Tübingen statt.
Stand dieser Seite: 21. August 2026. Ich gehe sie in Abständen durch und ergänze sie, wenn neue Quellen dazukommen oder sich der Stand der Leitlinie ändert.
Ihnen ist ein Fehler aufgefallen oder eine Angabe erscheint Ihnen veraltet? Schreiben Sie mir gerne an kontakt@praxis-adhs-kompass.de. Ich gehe dem nach.